Schnellzugdampflok 03 1010

Ab 1940 wurden 60 Exemplare der dreizylindrigen Baureihe 0310 als Weiterentwicklung der Baureihe 03 gebaut, die 03 1010 ist die letzte betriebsfähige Lokomotive dieser Baureihe. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreicht sie mit einer Leistung von 1900 PS. Die Schnellzuglokomotive 03 1010 steht im Eigentum des DB Museums. Halter und alleiniger Vertragspartner der Lokomotive ist der Verein "Traditionsgemeinschaft Bw Halle P e.V.". Informationen über die Lokomotive und Einsätze können dort abgerufen werden.

Universalellok 243 005-6

Diese 120 km/h schnelle Universallokomotivbaureihe wurde ab von 1984 bis 1991 von LEW Henningsdorf gebaut und von der Reichsbahn der DDR eingesetzt. Eigentümer dieser Lokomotive ist das DB Museum, betrieben wird sie von der Traditionsgemeinschaft Bw Halle P e.V.

Güterzugdampflok 58 311

Foto: Manfred Kopka

Die Gattung G 12 der Preußischen Staatseisenbahnen ist eine Baureihe von Güterzuglokomotiven mit der Achsformel 1'E. Sie wurde konstruiert, da es sich im Ersten Weltkrieg als sehr nachteilig für die Instandhaltung und Bedienung der Lokomotiven erwiesen hatte, dass jede Länderbahn ihre eigenen Lokomotivtypen hatte und es auch keine Normierung gab. Zwischen 1917 und 1921 wurden insgesamt ca. 1.400 Lokomotiven gebaut, überwiegend für die Preussische Staatsbahn, aber auch für die Badische, Württembergische und Sächsische Staatsbahn sowie für die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen. Die Dreizylinder-Güterzuglokomotive leistet 1.133 kW bzw. 1540 PSI bei einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h. Die Lokomotive 58 311 wurde 1921 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe unter der Fabriknummer 2153 gebaut und wird von den Ulmer Eisenbahnfreunden betrieben.

Schnellzugdampflok 01 533

Die Zweizylinder-Heißdampflok 01 533 mit der Achsfolge 2´C1´h2 wurde 1934 von der Fa. Krupp in Essen (Fabr. Nr. 1413) gebaut und als 01 116 in Betrieb genommen. Sie gelangte nach dem Krieg zur Reichsbahn der DDR und wurde 1964 im RAW Meiningen einem umfangreichen Rekonstruktionsprogramm unterzogen. So erhielt sie u.a. einen vollständig geschweißten Neubaukessel mit Ölhauptfeuerung, neue Zylinder und Drehgestelle und die charakteristische Verkleidung auf dem Langkesselscheitel über dem Dampfdom und den beiden Sandkästen.
Weitere Informationen zur Lokomotive und deren Betreibern gibt es hier.

Güterzugdampflok 52 1360-8

Foto: Gerd Schlender

Die Lokomotive wurde 1943 von Borsig unter der Fabriknummer 15457 gebaut und besitzt eine Höchtgeschwindigkeit von 80 km/h.

Güterzugdampflok 50 3501

Die heutige Werklok des Meininger Dampflokwerkes wurde im Jahre 1940 von den Borsig Lokomotivwerken in Hennigsdorf bei Berlin gebaut. Mit der Fabriknummer 14.970 rollte sie am 5. Oktober 1940 vom Fabrikgelände und trug bei der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft fortan die Betriebsnummer 50 380.

Nach der Rekonstruktion am 12.November 1957 wurde sie beim Bw Güsten beheimatet, wo sie elf Jahre, bis Juli 1968 im Einsatz stand.

Am 17. Dezember 1986 kam 50 3501-9 ins Raw "Helmut Scholz" Meiningen. Dort erhielt sie eine L7 Ausbesserung und wurde umgebaut, um fortan als Werkslokomotive des Raw für das Neubauprogramm von Dampfspeicherlokomotiven Typ FLC zum Aufdampfen und Durchführung der Probefahrten eingesetzt zu werden. Eigens dafür wurde der Mischvorwärmer ausgebaut, eine zweite Strahlpumpe installiert und ein Rohrstutzen an der rechten Einströmung für betriebliche Heizzwecke angeordnet.

Erst mehrere Jahre später, bei einer Kesselrevision, bekam die Lok wieder einen Vorwärmer eingebaut, da sie seit geraumer Zeit wieder vorwiegend bei Sonderfahrten im Streckendienst unterwegs ist. Paradoxerweise jedoch keinen Mischvorwärmer der Bauart IfS, wie es für die Reko-Loks der DR typisch ist, sondern einen Oberflächenvorwärmer der Bauart Knorr, wie sie ihn schon vor der Rekonstrukion besaß.

Der Dezember 2007 brachte eine weitere optische Veränderung an der Maschine mit sich. Im heimatlichen Dampflokwerk wurden die kleinen Windleitbleche der Bauart "Witte" durch große Windleitbleche (oft auch mit dem von der Modellbahnbranche geprägten Begriff "Bauart Wagner" bezeichnet) ersetzt. Diese trug 50 380 auch bei ihrer Anlieferung 1940. Vom Rekokessel mit dem zugehörigen Aschkasten der Bauart "Stühren", sowie den silberfarbenen Rangiergriffen an der vorderen Pufferbohle abgesehen, entspricht der optische Zustand der Lokomotive damit weitgehend dem einer Altbau-50er aus früheren Tagen.